Lob des Trailing-Stops

Vieles spricht gegen den Gebrauch eines Trailing-Stops. Dieses Instrument hat nicht viele Freunde.

Ich denke zum Beispiel an die schwierig einzuschätzende Veränderung der Volatilität, oder des Momentums, sobald du im Trade bist. 

Es macht eine korrekte (oder ideale) Einstellung des Trailing-Stops fast unmöglich.

Es gibt aber einen anderen Aspekt des Trailing-Stops, der oft übersehen wird: Die defensive Kraft dieses Instrumentes. 

Vor allem Anfänger geben aufgelaufene Gewinne gerne wieder ab.

Anstatt die Gewinne zu realisieren…

Schlimmer.

Aufgelaufene Gewinne verwandeln sich noch in Verluste, wenn der Trader nicht aufpasst.

Auf die Dauer wirkt sich dieses Verhalten negativ auf die Trading-Ergebnisse aus. 

Es ist für einen Anfänger auch schwer zu begreifen, dass Trading an erster Stelle ein defensives Spiel ist (die Analogie zum modernen Fußball oder andere ähnliche Sportarten ist bewusst).

Ein Trailing-Stop leistet an erster Stelle, dass du die Verluste reduzierst. 

Und das ist schon sehr viel! 

Gesetzt, der Trader eröffnet eine Long-Position im EUR/USD und sichert diese mit einem Trailing-Stop ab, der auf 20 Pips eingestellt ist. Seine Position geht anfangs kurz in den Gewinn (5 Pips), kommt aber wieder zurück und wird schließlich ausgestoppt. Der Trader hat einen Verlust realisiert. 

Arbeitet er mit einem festen Stop, dann hätte er einen Verlust von 20 Pips realisiert. 

Nutzt er dagegen einen Trailing-Stop, beschränkt sich sein Verlust auf 15 Pips. 

Warum? 

Die Position war anfangs kurz im Gewinn (5 Pips). Also hat sich der Trailing-Stop 5 Pips mitbewegt und stand auf 15 Pips Distanz zum Einstieg.  

Vielleicht nicht viel, könnte man meinen.

Aber wenn der Trader dies systematisch macht, dann kann er sein Netto-Ergebnis ein Stück steigern. 

Und dies gehört nun mal zur "echten Arbeit" eines Traders.

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